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Lexikon der Elastomertechnik

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Was ist TPV?

TPV (Thermoplastische Vulkanisate) gehören zur Gruppe der thermoplastischen Elastomere (TPE) und vereinen die Elastizität von vulkanisiertem Kautschuk mit den Verarbeitungsvorteilen eines Thermoplasts. Das Material besteht in der Regel aus fein vernetztem EPDM-Kautschuk, der in eine Polypropylen-Matrix (PP) eingebettet ist.

TPV zeichnet sich durch eine hohe Witterungs-, Ozon- und Alterungsbeständigkeit aus und lässt sich wirtschaftlich im Spritzguss oder durch Extrusion verarbeiten. Dadurch eignet sich TPV besonders für Anwendungen, bei denen Flexibilität, Langlebigkeit und eine effiziente Verarbeitung gefragt sind.

Eigenschaften

  • Temperaturbeständigkeit ca. -40 °C bis +135 °C
  • Hervorragende Witterungs-, Ozon- und UV-Beständigkeit
  • Gute Beständigkeit gegen Wasser und viele Chemikalien
  • Gute Elastizität und Rückstellfähigkeit
  • Geringes Gewicht
  • Recycelbar und einfach zu verarbeiten
  • Geeignet für Spritzguss und Extrusion

Typische Anwendungen

TPV wird häufig verwendet für:

  • Dichtungsprofile
  • Fenster- und Türdichtungen
  • Fahrzeugdichtungen
  • Kabeldurchführungen
  • Faltenbälge
  • Schutzkappen
  • Technische Formteile

Typische Branchen:

  • Automobilindustrie
  • Bauindustrie
  • Maschinenbau
  • Elektroindustrie
  • Haushaltsgeräte

Einschränkungen

TPV ist nur bedingt beständig gegenüber Mineralölen, Kraftstoffen und einigen organischen Lösungsmitteln. Für Anwendungen mit hohen chemischen oder thermischen Anforderungen sind Werkstoffe wie FKM oder PTFE häufig besser geeignet.